Telefonwerbung ist auch bei Geschäftsleuten unzulässig.

Telefonwerbung ist auch bei Geschäftsleuten unzulässig.

Telefonwerbung ist auch bei Geschäftsleuten wettbewerbswidrig und daher unzulässig. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main (Az.: 6 U 36/03).

Zwar müsse ein Firmeninhaber eher mit geschäftlichen Anrufen rechnen als eine Privatperson. Dies gelte aber grundsätzlich nur für Anrufe von Kunden und nicht von Werbefirmen, betonten die Richter.

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt auf und gab der Unterlassungsklage eines Vereins zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs statt. Der Verein hatte sich gegen ein Unternehmen gewandt, das Handwerker anrief, um ihnen seine Dienste bei der Vermittlung von Geschäftskontakten anzubieten. Das Unternehmen hielt das Vorgehen für zulässig, da die Firmen schließlich mit ihren Telefonnummern in den „Gelben Seiten“ stünden, also somit geschäftliche Anrufe geradezu erwarteten.

Anders als das Landgericht teilte das OLG diese Auffassung nicht. Der erwartete und erwünschte Anruf von Kunden sei mit den Anrufen der beklagten Firma nicht vergleichbar. Vielmehr könnten die ungebetenen Anrufe den Firmeninhaber bei seiner beruflichen Betätigung stören.