Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt einen ca. 12 Jahre langen Rechtsstreit, bei dem es um ein Stadionverbot ging, beendet. 2006 wurde ein Fußballfan in eine Prügelei verwickelt und erhielt daraufhin ein deutschlandweites Hausverbot in allen Stadien.

Der Verein, der das Hausverbot ausgesprochen hatte, handelte im Namen des Deutschen Fußballbundes, des Ligaverbandes sowie sämtlicher Vereine der Fußball-Bundesliga, die sich für die Festsetzung solcher Verbote wechselseitig bevollmächtigt hatten. Gestützt wurde dies auf das Hausrecht und die „Stadionverbots-Richtlinien“ des DFB.

Das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren gegen den Fan wurde damals wegen Geringfügigkeit eingestellt. Das Stadionverbot ließ der Verein aber bestehen. Dagegen zog der Fan nun vor Gericht. Nachdem der Prozess durch alle Instanzen gegangen war, landete der Fall nun vor dem Bundesverfassungsgericht. Das Bundesverfassungsgericht erklärte das bundesweite Stadionverbot für rechtmäßig.

Die Begründung des Gerichts, die Sie auf unserem Blog nachlesen können, ist dabei interessant

Urheberangabe für das Foto für diesen Beitrag:

  • Stadium: © efks - Fotolia.com