In der Presse finden sich immer wieder Berichte über die Sicherheitsvorkehrungen in Frankreich bei der Fußball-EM. Heute etwa berichtet der SWR, dass Fans die Kontrollen sehr unterschiedlich wahrnehmen: Bei Bundesligaspielen würde bspw. intensiver kontrolliert werden als bei der EM.

Bemerkenswert dann ein Satz: Rückt der Anpfiff näher, steigt auch der Druck auf die Sicherheitskräfte, schneller zu kontrollieren, damit die Fans rechtzeitig ins Stadion kommen.

Klar, menschlich einigermaßen nachvollziehbar.

Mit Blick auf die Sicherheit aber nicht akzeptabel: Denn leichter kann ich es einem Attentäter oder einem Pyro-Idioten nicht machen, Waffen oder Bengalos in das Stadion zu schmuggeln.

Natürlich kann ein Besucher oft nicht wissen, ob und wie ausführlich kontrolliert wird (man denke auch an andere Veranstaltungsarten) bzw. wie viel Personal bereit steht für die Kontrollen.

Daher sollte der Veranstalter bspw. über seine Webseite informieren, mit welchen Zeitverzögerungen der Besucher rechnen muss.

Kommt der Besucher zu spät zur Kontrolle und deshalb später in die Veranstaltung, dann muss das sein Problem bleiben – und nicht aufgrund des Zeitdrucks ein Problem für die Allgemeinheit werden dürfen/können, wenn die Letzten nicht mehr ausreichend kontrolliert werden.

Thomas Waetke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Herausgeber & Autor des Themenportals www.eventfaq.de

Urheberangabe für das Foto für diesen Beitrag:

  • Counting people headcount on tally counter: © Brian Jackson - Fotolia.com