Gewinnzusagen müssen erfüllt werden.

Gewinnzusagen in Werbebriefen müssen ausgezahlt werden, wenn beim Verbraucher der Eindruck erweckt wird, dass er einen Preis gewonnen hat. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in zwei am Freitag veröffentlichten Urteilen entschieden(Aktenzeichen: 6 U 190/03 und 7 U 170/02).

Darin hieß es unter anderem, dass der Preis selbst dann ausbezahlt werden muss, wenn ein im „Kleingedruckten“ versteckter Hinweis die Gewinnzusage revidiert. Die Richter wiesen damit die Berufungsklagen von zwei Versandunternehmen zurück.

Im ersten Fall hatte ein Verbraucher gegen ein ausländisches Versandunternehmen geklagt, dass sich weigerte, den versprochenen Preis von EUR 25.000,00 auszuzahlen.

Auch im zweiten Fall gaben die Richter dem Verbraucher Recht. Dieser hatte von einem deutschen Versandunternehmen eine Gewinnzusage über DM 50.000,00 (entspricht EUR 25.564,00) erhalten.