Filmaufnahmen der Berliner U-Bahn-Graffiti unzulässig

Film- oder Fotoaufnahmen von einem Grundstück aus auf das Gebäude oder in einem Gebäude sind grundsätzlich nur mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt. Dies hat nun das Landgericht Berlin entschieden.

Hintergrund war die Frage, ob Filmaufnahmen über Graffiti in Berliner U-Bahnhöfen von der Verkehrsgesellschaft hätte vorher genehmigt werden müssen.

Dies hat das Landgericht Berlin bestätigt: Wer ein Gebäude filmt oder fotografiert braucht die Erlaubnis des Eigentümers, wenn der Film bzw. die Fotos von dem Gelände aus gemacht werden.

Nur wenn das (urheberrechtlich geschützte) Gebäude von einer öffentlichen Straße aus von einem Standpunkt aus gefilmt bzw. fotografiert wird, den jeder andere Mensch auch einnehmen könnte, wäre eine Aufnahme urheberrechtlich ausnahmsweise auch ungefragt erlaubt (siehe § 59 UrhG).

Thomas Waetke
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht