Domain-Inhaber ist bei Nutzung der Domain frei.

Domain-Inhaber ist bei Nutzung der Domain frei.

Das Oberlandesgericht Zweibrücken entschied, dass die Reservierung eines Domain-Namens als Internetadresse nur dann unzulässig ist, wenn der Inhaber überhaupt kein schützenswertes Interesse an dem Namen hat und daher der Verdacht naheliegt, dass er später die Adresse gewinnbringend verkaufen will (Aktenzeichen: 4 U 59/02).

Das Gericht wies mit diesem Urteil die Klage eines Geschäftsmannes ab, der sich dagegen wendete, dass der Inhaber einer Werbeagentur sich zwar einen Domain-Namen registrieren ließ, diesen jedoch anschliessend nicht nutzte. Der Beklagte habe sich, so der Kläger, die Adresse lediglich deshalb gesichert, um diese an Interessenten gewinnbringend zu verkaufen. Dies aber sei sittenwidrig.

Das OLG sah jedoch die Voraussetzungen des sogenannten Domain-Grabbing nicht als erfüllt an. Es müsse dem Domain-Inhaber überlassen bleiben, wann er mit der Nutzung beginnen möchte. Eine zeitliche Verzögerung jedenfalls führe nicht zwangsläufig zum Vorwurf der Sittenwidrigkeit.