Wer eine Abmahnung erhält, schimpft auch erst einmal kräftig über den Abmahner. Was fällt dem denn ein? Die Abmahnung ist aber ein Instrument, dass der Gesetzgeber vorgibt: Wer meint, dass ein anderer seine Rechte verletzt, kann sofort vor Gericht ziehen und den Rechtsverletzer verklagen. Dann riskiert er aber, dass der Beklagte sofort alle Ansprüche anerkennt, und der Kläger dann alle Kosten tragen muss. Wer das vermeiden möchte, verklagt den Rechtsverletzer nicht sofort, sondern schickt erst einmal außergerichtlich eine Abmahnung: Mit Hilfe dieser Abmahnung soll der Rechtsverletzer nämlich die Gelegenheit erhalten, seine Rechtsverletzung einzuräumen, zu beseitigen und die Sache außergerichtlich (und damit auch kostengünstiger) zu erledigen. Herr Rechtsanwalt Thomas Waetke geht in folgendem Beitrag darauf ein, wie man sich in diesem Fall verhalten soll.