Das Landessozialgericht Hessen hat entschieden, dass der Unfallversicherungsschutz entfällt, wenn der Beschäftigte absolut fahruntüchtig ist.

Der bei einem Autounfall verletzte Mitarbeiter hatte 2,2 Promille im Blut, die er sich während der Arbeit angetrunken hatte. Die Unfallversicherung lehnte Leistungen ab, da der Unfall allein auf die Trunkenheit zurückzuführen war. Daran änderte auch nichts, dass der Mitarbeiter sich während der Arbeitszeit betrank, der Arbeitgeber muss das Trinken nicht unterbinden. Es war ausreichend, dass der Arbeitgeber pauschal den Alkoholkonsum während der Arbeitszeit verboten hatte.

Anders wäre dies nur, wenn der Arbeitgeber mitbekommt, dass sein Mitarbeiter Alkohol trinkt und dies nicht verhindert.

Interessant ist auch die Frage, ob der Unfallversicherungsschutz verloren geht, wenn der Beschäftigte übermüdet ist und deshalb einen Unfall verursacht.

Zunächst müsste es sich ohnehin erst einmal um einen Arbeitsunfall bzw. Wegeunfall handeln.

Das Bundessozialgericht hat insoweit entschieden, dass der Versicherungsschutz nur entfiele, wenn die Übermüdung ausschließlich oder vorwiegend auf betriebsfremde Umstände zurückzuführen ist.

Wer also einfach so aus Versehen einmal einnickt (Sekundenschlaf) oder wegen Überstunden übermüdet ist, verliert nicht (automatisch) den Unfallversicherungsschutz.

Auf unserem Internetportal www.eventfaq.de finden Sie im Archiv zum Stichwort Unfallversicherung weitere interessante Beiträge.